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 VILNIUS

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                 D.Matvejev


Vilnius (541,3 Tausend Einwohner) ist die Hauptstadt Litauens, die größte und eine der ältesten Städte Litauens. Der Name der Stadt wurde zum ersten Mal 1323 in Briefen des litauischen Großfürsten Gediminas erwähnt, mit denen er Handwerker, Kaufleute und Mönche  aus Westeuropa einlud, in die Hauptstadt zu kommen und sich hier niederzulassen. Als Litauen 1387 das Christentum angenommen hat, wurde der Stadt  Selbstverwaltung – das Magdeburger Recht - eingeräumt.

Vilnius bildete sich als Toleranzzentrum, in dem sich Vertreter verschiedener Nationalitäten – Polen, Belorussen, Russen, Deutsche, Juden u. a. - niedergelassen haben und freundlich zusammenlebten, Handwerke und Handel florierten. Als 1579 eine Universität gegründet war, wurde die Hauptstadt Litauens zum wichtigsten Kultur- und Bildungszentrum der Region.  

Im stilistischen Gewebe der Stadt widerspiegeln sich die schönsten süd- und westeuropäischen Architekturstile – Gotik, Renaissance und das besonders entwickelte eigentümliche „litauische“ Barock, das noch als letzter ausgeprägter Barock-Funken in Europa bezeichnet wird.  Zu der Zeit sind viele besonders schlanke Kirchen und Glockentürme von dynamischer Silhouette über das Stadtpanorama emporgestiegen. Das Ende des 18 Jh. hat die Hauptstadt durch schöne Gebäude des klassizistischen Stils bereichert. Die Hauptstadt Litauens ist die größte und am weitesten in Nordost-Europa stehende Stadt, deren Architektur einen ausgeprägten westlichen Kultureinfluss gewonnen hat. 1994 wurde die Altstadt von Vilnius in das UNESCO- Verzeichnis des Welterbes eingetragen.

 Am Anfang des 20 Jh. wurde Vilnius zum Zentrum der nationalen litauischen Auferstehung.   Am 16. Februar 1918 wurde die Unabhängigkeit des litauischen Staates verkündet.

Die gegenwärtige Stadt Vilnius ist eine am schnellsten wachsende und modern werdende baltische Hauptstadt, die  darauf abzielt, zum anziehenden Zentrum für geschäftliche, politische und kulturelle Treffen und Veranstaltungen in der Region der angrenzenden Länder zu werden. In der Stadt gibt es eine gut entwickelte Infrastruktur für Dienstleistungen und Veranstaltungen – viele verschiedene Übernachtungs-, Ernährungs- und Freizeitstätten. In Vilnius    befinden sich die meisten Kunst- und Kultureinrichtungen des Landes, arbeiten Kunstkollektive und Künstler, hier schaffen die berühmtesten in Europa litauischen Theaterregisseure: Eimuntas Nekrošius, Oskaras Koršunovas, Rimas Tuminas und andere. Im Sommer finden hier internationale und örtliche Kulturveranstaltungen statt: die Vilniusser Festspiele (Klassik, Virtuosen der Weltmusik), Kristoforas- Festspiele der traditionellen und modernen Musik, mehrere Jazz-, Folklore-, Tanz- und andere erfinderische Feste. 

UNESCO hat die Wirkung der Stadt Vilnius beim Schaffen einer guten nachbarlichen und bürgerlichen Gemeinschaft durch Auszeichnung der Friedensstadt ausgezeichnet und Vilnius  2000-2001 zur Stadt des Friedens der europäischen- und nordamerikanischen Region erklärt.  2009 wird Vilnius als die erste aus den neuen Städten der EU-Länder zusammen mit der österreichischen Stadt Linz zur europäischen Kulturhauptstadt.



 
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